Die Banlieue brennt: Bilbo Calvez über das Leben und die Menschen in der Zone

In den Vororten von Paris prallt der Frust der Vergessenen auf die Staatsgewalt. Bilbo Calvez ist in der Banlieue aufgewachsen. Die Künstlerin erklärt in der ersten Folge ihrer neuen Sendung „SM wie Sozial Media“ was ein Leben in der Banlieue bedeutet: Kotzen!

Die Pariser Banlieue brennt. Es kommt zu Ausschreitungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen jungen Menschen aus den Vororten und der Staatsgewalt. Die Aggressivität nimmt zu.

Die Banlieue gleicht einem Pulverfass, aber nicht erst seit Polizisten Anfang Februar einen jungen Schwarzen schwer misshandelten. Der Übergriff war lediglich ein Brandbeschleuniger in die lodernden Flammen der sozialen Ungleichheit.

Die Probleme in den Betonsiedlungen sind unübersehbar. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Armut groß. Angst und Gewalt sind an der Tagesordnung. Wer in der Banlieue lebt, der ist ein Looser, ein Verlierer, ein Mensch zweiter Klasse. Ein Zonard eben, für den es so gut wie keinen Ausweg gibt. Unter den Jugendlichen herrscht die absolute Perspektivlosigkeit. Das Lebensgefühl in der Banlieue: Kotzen!

Bilbo Calvez ist in der Banlieue aufgewachsen

Wie sind die Probleme entstanden? Woher kommt die unglaubliche Aggressivität der Jugendlichen? Wie kann der Kreislauf aus Hass und Gewalt durchbrochen werden?

Bilbo Calvez ist selbst in der Banlieue aufgewachsen. Sie kennt die Menschen und die Lebensumstände. In der ersten Folge ihrer neuen Sendung „SM wie Sozial Media“ beschreibt die Künstlerin das Leben in der Banlieue, das Versagen der Politik und sucht nach Lösungen für ein gesellschaftliches Desaster, das uns alle angeht.

Fotos/Copyright
Marie Aschehoug-Clauteaux (Flickr.com) – CC BY-ND 2.0 (Graffiti in einem verlassenen Gebäude in den Vororten von Paris).

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